Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Unter sich

Klaus Joachim Herrmann über die SPD-Fraktionsklausur

Klausuren wie die der SPD gehören zu den politischen Ritualen. Nach dem Wortsinne ziehen sich die Akteure zurück. Es bleiben die draußen, die nicht dazu gehören. Zuweilen lassen Politiker zu solchem Anlass mal etwas sickern, hören oder wissen. Manchmal sprechen sie ihre Botschaft auch absichtsvoll aus dem Fenster in die Welt. Ob abgelauscht oder unüberhörbar, einzigartig beherrschte das Instrumentarium einst CSU-Urgestein F. J. Strauß im seither legendären Wildbad Kreuth.

Der Thüringer Hof in Eisenach hat auch einen Namen, er rühmt sich aber als »harmonisches Miteinander von Tradition und Gegenwart«. Das kann den Genossen nur recht sein. Die Erschütterungen der bundesweiten Wahlschlappe sind längst als Beben und möglicher Verlust für die Wahlen 2011 auf das Land runtergerechnet. Kurz kam ja sogar schon mal das bis dahin unumstrittene Traumduo Wowereit-Müller in die Kritik.

Die SPD hat also einiges mit sich zu tun. Da ist man ganz gerne unter sich. Zudem sind vielleicht auch mal die Varianten des Partners und die mit ihm durchzurechnen. Denn die Berliner Linkspartei ist zwar auf gleiche Höhe geklettert. Doch so wacker sie auch seit Jahren mitregiert, muss sie von den Turbulenzen in den eigenen Höhenlagen durchaus nicht ewig unberührt bleiben. Zwei Koalitionsparteien, die zu stark mit sich beschäftigt sind, droht jedoch bald ein gemeinsames Problem. Sie könnten unter sich bleiben.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln