Liebe deine Feinde, hasse deine Freunde?

Ich und Du – in der Linken hat der nachlässige Umgang miteinander Tradition

  • Von Jens Grandt
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.
Zeichnung: Harlad Kretzschmar

Nach einer Phase der Sammlung und Konzentration auf die brennenden Probleme bundesdeutscher Politik haben es einige Mandatsträger der LINKEN wieder verstanden, die eigene Küche in Aufruhr zu versetzen und sich in die Suppe zu spucken. Die Zeit des Festigens, Sich-Findens und Wiederfindens, von den Wahlerfolgen des Jahres 2009 begünstigt, währte nicht lange. Gespenstische Grabenkämpfe um die Position des Bundesgeschäftsführers Dietmar Bartsch in der Partei, gerüchteweise vorgetragene Zweifel an dessen Loyalität gegenüber Oskar Lafontaine offenbarten einmal mehr, zu welcher Leidenschaft Linke fähig sein können (übrigens nicht nur in Deutschland), wenn sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen: sich mit sich selbst zu befassen.

Die Sache hat Tradition. Erinnern wir uns nur der jüngsten Kontroversen: Zuvor tobte der Streit um die Interpretation des Lissabon-Vertrages und um die Europa-Abgeordneten der Linken, der mit einigem Stühlekippen ...


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