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Holocaust-Gedenken in Berlin

Zahlreiche Veranstaltungen um den 27. Januar

Szene in »Die Hetzjagd« mit Franka Potente als Beate Klarsfeld
Szene in »Die Hetzjagd« mit Franka Potente als Beate Klarsfeld

(epd/ND). Zum Holocaust-Gedenktag am kommenden Mittwoch sind in Berlin zahlreiche Veranstaltungen geplant. Die Jüdische Gemeinde hat in ihr Gemeindehaus in der Fasanenstraße zu einem Kammerkonzert um 19.30 Uhr mit Musikern der Deutschen Oper Berlin eingeladen. Zur Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der israelischen und polnischen Botschaft wird auch Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) erwartet.

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e. V. und der Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie laden

zu einem Filmabend ins Willy-Brandt-Haus. Zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz wird der Film »Die Hetzjagd« gezeigt, Beginn der Veranstaltung ist 19 Uhr. Der Film erinnert an Beate und Serge Klarsfeld, die sich jahrelang um die Auslieferung des ehemaligen Gestapo-Chefs Klaus Barbie bemühten.

Die Evangelische Kirche in Berlin erinnert mit Andachten und Gottesdiensten an die Opfer des Nationalsozialismus. So findet in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein Gottesdienst 19 Uhr zum Holocaust-Gedenktag statt. Um 19.30 Uhr ist in der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg ein Benefizkonzert für die Aktion Sühnezeichen angekündigt. Es spielt das Collegium Musicum.

In Berlin-Pankow wird 19 Uhr mit einer Lichterkette an die Opfer des NS-Regimes gedacht. Zuvor werden Schüler im ehemaligen jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121 aus dem Tagebuch eines 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordeten Jungen vorlesen (18 Uhr).

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg hat zu einer Gedenkfeier (13.30 Uhr) am Homosexuellen-Mahnmal im Berliner Tiergarten eingeladen. Im Anschluss an die Gedenkstunde bestehe die Möglichkeit, Blumen und Kränze niederzulegen, hieß es.

Im Bezirk Treptow-Köpenick findet eine Gedenkveranstaltung (18 Uhr) in der Aula der Isaac-Newton-Schule statt. Die Feierstunde mit szenischer Lesung und Musik wird von mehreren Vereinen sowie dem Bezirksamt und der Bezirksverordnetenversammlung organisiert.

In der nordrhein-westfälischen Landesvertretung wird eine Ausstellung zum Werk des Weißrussen Leonid Lewin eröffnet (18.30 Uhr). Der Künstler hat den Angaben zufolge mehr als 20 preisgekrönte Gedenkstätten in seinem Heimatland und anderen GUS-Staaten geschaffen. Für die 1969 in Chatyn eröffnete Gedenkstätte hat er den Leninpreis erhalten. Die Ausstellung ist bis 29. Januar jeweils von 9 bis 17 Uhr zu sehen. Der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus veranstaltet am Holocaust-Gedenktag in der niedersächsischen Landesvertretung eine Diskussionsrunde (19.15 Uhr) zum Thema »Schärfere Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran?«. Hintergrund sind die Leugnung des Holocaust durch die iranische Staatsführung sowie die Unterdrückung der politischen Opposition wie religiöser Minderheiten, hieß es.

Im Rahmen der »Ökumenischen Plötzenseer Tage«, die jährlich rund um den Todestag von Helmuth James von Moltke am 23. Januar stattfinden, ist bereits am Sonntag (10 Uhr) ein evangelischer Gottesdienst zum Holocaust-Gedenktag vorgesehen. Am Abend (19 Uhr) soll der »Plötzenseer Totentanz« des Wiener Künstlers Alfred Hrdlicka aufgeführt werden.

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