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Bombenserie in Bagdad – 25 Tote

Explosionen vor drei internationalen Hotels

Vor drei internationalen Hotels in Bagdad sind am Montag nahezu zeitgleich Autobomben explodiert. Nach Angaben von Ärzten und Augenzeugen wurden dabei mindestens 25 Menschen getötet und 48 weitere verletzt.

Bagdad (dpa/AFP/ND). Die Bomben explodierten vor dem Hotel »Palestine-Meridien«, dem »Babylon-Oberoi« und dem »Al-Hamra«. In diesen Einrichtungen leben und arbeiten zahlreiche Medienvertreter. Die angegriffenen Häuser befinden sich außerhalb der Grünen Zone, dem stark gesicherten Bagdader Regierungsviertel, am gegenüberliegenden Ufer des Tigris. Die Sicherheitslage in der irakischen Hauptstadt galt als prekär, nachdem die Sicherheitskräfte vor zwei Wochen Hunderte Kilogramm Sprengstoff gefunden und 25 mutmaßliche Terroristen festgenommen hatten.

Bagdad war schon im vergangenen Jahr wiederholt Schauplatz verheerender Terroranschläge. So starben am 8. Dezember rund 120 Menschen, als Terroristen fünf große Bomben neben öffentlichen Gebäuden zündeten. Im August waren durch eine Bombenserie gegen Regierungsgebäude in Bagdad rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Im Oktober starben 153 Iraker, als kurz hintereinander neben dem Justizministerium und dem Gebäude des Provinzrates Bomben explodierten.

Am 7. März finden in Irak Parlamentswahlen statt. In der vergangenen Woche hatte eine Regierungskommission mehr als 500 Politiker, vor allem Sunniten, wegen angeblicher Verstrickung mit dem Regime des Diktators Saddam Hussein von der Wahl ausgeschlossen. Beobachter rechnen im Vorfeld des Votums mit verstärkten terroristischen Aktivitäten von fundamentalistischen sunnitischen Gruppen, die Wahlen grundsätzlich ablehnen.

Unterdessen hat sich US-Vizepräsident Joe Biden optimistisch zu einer Lösung des innenpolitischen Streits vor der Irak-Wahl geäußert. Er sei »zuversichtlich, dass die irakische Führung das Problem im Griff hat«, sagte Biden am Wochenende bei einem Kurzbesuch in Bagdad. Er sei nach den Gesprächen mit Regierungsvertretern »zuversichtlich«, dass die irakische Führung an einer »endgültigen, gerechten Lösung« arbeite.

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