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Die letzte Station des Leidens

Während das Ende des Nationalsozialismus nahte, starben auf den Todesmärschen Tausende von KZ-Gefangene

  • Von Ingrid Heinisch
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Als die Rote Armee in den letzten Kriegsmonaten anrückte, wurden viele KZ-Häftlinge von den Nazis ins westliche Reich verlegt. Unzählige starben dabei. Das Internationale Ausschwitz Komitee widmet den Opfern der Todesmärsche eine neue Internetseite.

»Wir Überlebenden reden über unsere Verhaftung, wir erzählen, wie wir ins Gefängnis gekommen sind, danach ins Ghetto und dann ins Lager, aber nicht über diese letzte Etappe. Über sie reden wir kaum. Es war die letzte Station unseres Leidenswegs, wenn Sie so wollen: unserer via Dolorosa, gewissermaßen der Höhepunkt des Vernichtungswillen der Nationalsozialisten.« Marian Turski hat Auschwitz überlebt, und dann den Todesmarsch. Er beschreibt ein Tabu unter den ehemaligen Häftlingen – dass nach Auschwitz noch irgendetwas schlimmer sind konnte. Aber so war es. Die Todesmärsche waren schlimmer.

Als die Rote Armee am 27. Januar das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau erreichte, fand sie dort nur wenige Überlebende. Über eine Million Tote, das ist die Bilanz der fünf Jahre des Konzentrationslagers. Und 60 000 Überlebende. Es wären noch viel mehr gewesen, hätten sie alle bis zur Befreiung im Lager bleiben können. Aber die SS schleppte ...


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