Judentum in Sachsen soll Renaissance erleben

Gründung einer Arbeitsgruppe angeregt / Über 95 Prozent kommen aus der früheren Sowjetunion

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die jüdische Kultur und Lebensweise in Sachsen soll neuen Aufschwung erhalten. Durch Zuwanderer aus GUS-Staaten ist die Zahl der Juden stark gestiegen. Viele üben die Religion aber nicht mehr aktiv aus.

Boris Sachakov ist ein renommierter Maler. Bilder des 1931 im kasachischen Tschimkent geborenen Künstlers hängen in Museen in Argentinien oder den USA. Seit einigen Jahren lebt Sachakov in Leipzig – und entdeckte erst dort seine jüdischen Wurzeln wieder. Sie finden sich nun auch in Bildern wie denen, wie sie seit gestern im jüdischen Gemeindezentrum Dresden zu sehen sind.

Sachakov ist einer von Tausenden Juden, die besonders ab 1989

in die Bundesrepublik eingewandert sind. Man könne »stolz darauf sein, dass so viele Juden in das Land der Täter gekommen sind«, sagte vor Eröffnung der Ausstellung am gestrigen Holocaust-Gedenktag Herbert Schmidt, der Chef des Deutsch-Russischen Zentrums Sachsen, bei dem es auch ein Jüdisches Forum gibt.

Mit dem starken Zuzug seien die Voraussetzungen für eine »Renaissance des Judentums...

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