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Den Frieden afghanisieren

  • Von Wolfgang Gehrcke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Der Bundestagsabgeordnete der LINKEN ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.

Im Jahr neun nach dem Einmarsch der ersten US-amerikanischen Truppen ist der Frieden am Hindukusch weit entfernt. Die alte Afghanistan-Strategie ist desaströs gescheitert, eine neue soll her. Das war das Ziel der Londoner Konferenz vom Donnerstag, doch es wurde verfehlt. Die Beschwörung von Außenminister Westerwelle, dass London einen »Wendepunkt« markiere und dort ein »neues Kapitel in der Afghanistanpolitik« aufgeschlagen worden sei, ist nur ein Pfeifen im Walde.

Eine Wende hätte bedeutet, den Krieg zu beenden. Und ein neues Kapitel hätte geheißen, Frieden und nur Frieden am Hindukusch, strikt und ausschließlich Versöhnung und Entwicklung der ganzen Region zur Leitlinie der Afghanistan-Politik zu machen. Dazu ist der Abzug der ausländischen Truppen die unerlässliche Voraussetzung. Doch in London wurde die fatale Kriegspolitik der westlichen Mächte gerade nicht korrigiert. Es war keine Friedens-, sondern eine Kriegskonferenz.

Von ihr ...


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