Die Rechtsextremen melden sich zurück

Frankreich: Front National hofft auf Wahlen

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die rechtsextreme Front National (FN) will den Wahlkampf für die im März stattfindenden Regionalwahlen nutzen, um wieder ins Gespräch zu kommen und als Akteur in die politische Arena zurückzukehren.

Nachdem die Partei 2002 einen Höhenflug erlebte, als ihr Chef Jean-Marie Le Pen bei der Präsidentschaftswahl überraschend in die Stichwahl gegen Jacques Chirac kam, stürzte sie 2007 in die Bedeutungslosigkeit ab. Als Präsidentschaftskandidat hatte sich Nicolas Sarkozy all ihre wesentlichen Themen zu eigen gemacht und damit das Gros der traditionellen FN-Wähler auf seine Seite gezogen. Ein neuer Tiefpunkt war die Europawahl im Juni 2009, als es die FN nur auf 6,3 Prozent brachte, während sie fünf Jahre zuvor immerhin 9,8 Prozent erhielt.

Allerdings hat die Front National schon oft bei Regional- und Kommunalwahlen deutlich besser abgeschnitten als auf nationaler Ebene. Im März will sie all ihre Trümpfe ausspielen. Nach ersten Umfragen rechnete sich die FN aus, dass sie in 12 bis 14 der insgesamt 22 Regionen des Landes mehr als zehn Prozent der Wählerstimmen gewinnen könnte. Dabei kommt ihr die von Präsident Sarkozy gewollte, von Einwande...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.