Silvio Berlusconi will kurzen Prozess machen

Italiens Richter und Staatsanwälte protestieren gegen neues Gesetz

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Richter und Staatsanwälte protestieren in Italien immer schärfer gegen die Reformvorhaben der italienischen Regierung in Sachen Justiz. Und auf ihrer Seite haben sie viele Opfer, die befürchten, dass ihnen nie mehr Gerechtigkeit widerfahren wird.

Wie in allen italienischen Gerichtsbezirken fand auch in Aquila am Wochenende die Jahresversammlung von Richtern, Staatsanwälten und Regierungsvertretern statt. Im Raum hatten sich die Justizbeamten im Zeichen der Trauer schwarz gekleidet und sie hielten demonstrativ eine Ausgabe der Verfassung vor der Brust, als der Abgesandte des Justizministers schließlich das Wort ergriff. Vor der Tür demonstrierten derweil die Angehörigen der jungen Menschen, die beim Erdbeben im April beim Einsturz des Studentenwohnheimes ums Leben gekommen waren. Wahrscheinlich waren auch Baumängel der Grund für den dramatischen Vorfall, und derzeit läuft eine komplexe Untersuchung, bei der man Trümmersteine wie Puzzleteile zusammensetzen und in oft eingestürzten Archiven mühsam nach Baugenehmigungen und anderen Akten suchen muss. Wie lange das dauern wird, kann niemand sagen.

Aber nun befürchten die Hinterbliebenen der toten Studenten, die sich zu einem Komitee...


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