Nachterstedt-Unglück war »ein Unikum«

Gewissheit über Ursache des Bergrutsches an Tagebausee nicht vor Ende 2011

  • Von Hendrik Lasch, Magdeburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Bergrutsch an einem Tagebausee in Nachterstedt im Juli stellt Gutachter vor unerwartete Probleme. Noch zwei Jahre soll die Ursachenforschung dauern. Betroffene Firmen erhalten derweil Finanzhilfen.

Ein Gutachter schweigt, der andere hat etwa so viele Fragen wie Antworten: Auch ein halbes Jahr nach dem verheerenden Bergrutsch von Nachterstedt, wo am 18. Juli 2009 die Böschung des Concordiasees abrutschte und drei Menschen sowie mehrere Häuser in die Tiefe riss, ist nicht klar, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Man habe zwar die Zahl der möglichen Ursachen von 14 auf vier eingegrenzt, sagte gestern Reiner Haseloff, Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt. Der von seinem Haus beauftragte Gutachter Michael Clostermann erklärte aber, endgültig werde die Ursache »nicht vor Ende 2011« ermittelt sein.

Sicher ist bereits, dass für den Böschungsabriss ein ungewöhnlich komplexes Geflecht von Gründen in Frage kommt. »So etwas ist noch nie aufgetreten«, sagt Clostermann und spricht von einem »Unikum«. Ähnlich dürfte man das beim Bergbausanierer LMBV sehen, der sich bislang nicht zu möglichen Gründen für das Unglück geäußert hat. Haseloff kri...


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