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Mit der »Pille danach« die Kriegsgräuel vergessen

USA-Studie untersuchte seelische Krankheiten von Angehörigen der Soldaten

  • Von Thomas Lindner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In einer Untersuchung über die seelische Gesundheit der Ehefrauen von Soldaten aus den USA, die in den Jahren 2003 bis 2006 in Irak, in Saudi-Arabien oder in Afghanistan ihren Dienst taten, fand man heraus: Diese Frauen litten häufiger unter Depressionen, Schlafstörungen, Angst und akuten Stressreaktionen als jene, deren Männer dort nicht kämpften.

Waren Soldaten länger als elf Monate im Kriegseinsatz, nahm die Häufigkeit seelischer Krankheiten bei den Angehörigen weiter zu, so das Ergebnis einer Studie.

Die Autoren analysierten die Daten von über 250 000 Frauen und veröffentlichen ihre Ergebnisse jetzt im angesehenen New England Journal of Medicine. Sie verweisen auf die Unsicherheit ihrer Rückschlüsse, da man die Daten den Krankenunterlagen entnommen und die Frauen nicht einzeln untersucht hatte. So könnten die Frauen weniger psychiatrische Hilfe als erforderlich in Anspruch genommen haben, da seelische Krankheiten in militärischen Kreisen stigmatisiert sind. Die Wirklichkeit, vermuten die Wissenschaftler, könnte dramatischer sein als von ihnen beschrieben. Das US-amerikanische Gesundheitswesen, finden die Autoren, sollte gemeinsam mit militärischen Stellen staatliche Programme zur seelischen Gesundheit der Angehörigen auflegen. Die militärischen Führer sollten Angehörige ü...


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