Nur wer zahlt, darf mitfeiern

Heute beginnt der Bau des umstrittenen Milliardenprojekts Stuttgart 21

  • Von Barbara Martin, Stuttgart
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Kritik am Infrastrukturprojekt »Stuttgart 21« war von Anfang an unerwünscht. So ist es auch beim Spatenstich für das Milliardenvorhaben.

Eigentlich heißt die Devise für »Stuttgart 21« Klotzen statt Kleckern. Doch zur heutigen Feier des symbolischen ersten Spatenstichs scheint sich ein gewisser Kleingeist durchgesetzt zu haben: Gegner des Milliardenprojektes wie die Grünen dürfen der Zeremonie nicht beiwohnen. Diese hätten die Anmeldefrist versäumt, außerdem habe man zu wenig Platz, hieß es offiziell. So bleibt umso mehr Raum zum Feiern für die Befürworter aus CDU, SPD, FDP, Bahn AG und Wirtschaftsverbänden.

Sie versprechen der Bevölkerung tausende zusätzliche Arbeitsplätze und natürlich einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region. Immerhin sollen in den nächsten zehn Jahren knapp 4,1 Milliarden Euro verbaut werden. So die aktuelle Summe für das Vorhaben, aus dem Kopfbahnhof einen unterirdischen Durchgangsbahnhof zu machen und eine neue ICE-Strecke über den Flughafen Stuttgart nach Ulm zu bauen. Die Kosten tragen vor allem die Bahn (1,5 Milliarden Euro) und die Steue...


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