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Kundus: Erst Bomben, jetzt Bohnen

»Soforthilfe« für afghanische Bundeswehropfer – Persilschein für verantwortlichen Oberst

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der für den Tod von über 140 Afghanen Anfang September 2009 verantwortliche deutsche Oberst Klein hat offenbar weder von der deutschen Justiz noch vom deutschen Parlament etwas zu befürchten. Derweil werden fünf Monate nach dem Bombardement »als unbürokratische Sofortmaßnahme für bedürftige Familien in den von dem Luftschlag betroffenen Gebieten« Hilfspakete verteilt.

Nach Angaben der Bundeswehr beinhaltet jedes Paket 50 Kilogramm Mehl, zehn Kilogramm Reis, vier Kilogramm Bohnen, zwei Kilogramm Zucker, fünf Liter Speiseöl. Außerdem können die Empfänger zwischen Brennholz oder einem Gasbrenner mit Kartusche wählen. Für Familien gibt eine Wolldecke dazu. Sicherheitshalber erfolgt die Verteilung durch Afghanen.

Freilich ist diese Aktion keineswegs ein Eingeständnis deutscher Schuld, betont die Bundeswehr. Wie auch? Jenseits des Moralischen müssten dazu erst einmal – juristisch einwandfrei – eine Schuld und zumindest ein Schuldig...


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