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Energie von der Resterampe

Studie der Internationalen Energieagentur über neuartige Biokraftstoffe aus Agrarabfällen

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Produktion von Biokraftstoffen kann nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) bis 2030 mehr als verdoppelt werden, ohne Anbauflächen für Nahrungsmittel in Anspruch zu nehmen. Die Nutzung von nur zehn Prozent der weltweiten Abfälle aus der Land- und Forstwirtschaft würden genügen, um 125 Milliarden Liter Diesel bzw. 170 Milliarden Liter Ethanol pro Jahr herzustellen, heißt es in einer IEA-Studie, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Biokraftstoffe decken laut IEA heute 1,7 Prozent des globalen Kraftstoffbedarfs im Transportsektor. Nach anfänglicher Begeisterung über den Ersatz fossiler Brennstoffe sind die Mais, Zuckerrohr, Palmöl oder Raps hergestellten Biokraftstoffe der ersten Generation allerdings zunehmend in die Kritik geraten. Denn zum einen führten ihre Produktion zum Ansteigen von Nahrungsmittelpreisen, zum anderen holzte man für ihre Produktion in so großem Umfang Regenwälder ab, dass unterm Strich mehr Treibhausgase frei wurden als die angebauten Nutzpflanzen binden.

Anders als die bisherigen Biokraftstoffe – Diesel aus Pflanzenölen sowie Ethanol aus Zuckerrohr bzw. Getreide – werden die sogenannten Biokraftstoffe der zweiten Generation aus jeder Art von Biomasse hergestellt. Es besteht also nicht notwendig eine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion., weil in diesem Falle auch die Abfälle der Landwirtschaft verwertet werden können.

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