Detlef D. Pries 10.02.2010 / Politik

Timoschenko will ihre Niederlage nicht eingestehen

Wahlsieger Janukowitsch lässt an neuer Regierungskoalition basteln

In Kiew trafen am Dienstag immer neue Autobusse aus dem Osten der Ukraine ein: Die Anhänger des künftigen Präsidenten Viktor Janukowitsch wollen den Wahlsieg ihres Favoriten feiern – und wohl auch auf der Straße absichern. Denn Julia Timoschenko will das Wahlergebnis gerichtlich anfechten.

Die Zentrale Wahlkommission hatte bis Dienstag 15 Uhr Ortszeit 99,98 Prozent der elektronischen Abstimmungsprotokolle ausgezählt. Demnach lag Viktor Janukowitsch mit 48,96 Prozent der Stimmen uneinholbar vor Julia Timoschenko, die 45,47 Prozent der Wähler hinter sich hatte. 4,36 Prozent stimmten »gegen alle«. Für den Sieg genügt Janukowitsch die einfache Mehrheit.

Timoschenko war noch am Wahlabend abgetaucht, ohne sich zum Ergebnis zu äußern. Am Montagabend soll sie laut »Ukrainska Prawda« in einer Sitzung ihrer Fraktion BJUT jedoch erklärt haben: »Ich werde die Legitimität des Sieges von Janukowitsch bei solchen Wahlen niemals anerkennen.« Ihre Juristen sollten eine neuerliche Auszählung der Stimmen beantragen und die gerichtliche Anfechtung der Wahlen vorbereiten. Für den Abend war eine Presseerklärung angekündigt.

Alle internationalen Beobachter hatten der Stichwahl am Sonntag indes einen einwandfreien...

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