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Mystische Diskussion um den schönsten Rasen

Dementi aus dem Lichtenberger Rathaus zum Sport-Sponsoring durch die Howoge

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Löste die Debatte um Filz und Korruption aus: Der neue Name des Lichtenberger Stadions
Löste die Debatte um Filz und Korruption aus: Der neue Name des Lichtenberger Stadions

Die Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Lichtenberg fühlt sich persönlich angegriffen, der amtierende Sportstadtrat spricht von mystischen Diskussionen.

Sowohl Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich als auch Sportstadtrat Andreas Prüfer (beide LINKE) dementierten am Dienstag energisch die in den vergangenen Tagen verbreiteten Informationen zu einer korrupten Verwicklung der Wohnungsbaugesellschaft Howoge in das Sponsoring des Lichtenberger Fußballstadions. Das städtische Unternehmen habe das Namensrecht des Stadions für »'n Appel und 'n Ei« erworben, hieß es unter anderem.

Die Vorwürfe gegen Howoge und Bezirk beziehen sich auf das angebliche Versprechen der Howoge, das Stadion mit Flutlichtanlage und Überdachung zu modernisieren. Im Gegenzug für das nicht eingehaltene Versprechen und für wenig Geld habe der Bezirk die Namensänderung erlaubt.

Diese Behauptungen stimmten schlichtweg nicht, sagte Emmrich am Dienstag. Laut Henry Berthly, dem ehrenamtlichen Geschäftsführer des SV Lichtenberg 47, seien solcherlei Baumaßnahmen zudem nie Inhalt der Vertragsdiskussionen gewesen. »Da hat jemand ein gutes Gedächtnis gehabt und altes wieder hervorgeholt«, so Berthly. Als im Jahr 2007 eine mögliche Bewerbung zum Austragungsort für die Frauenfußball WM 2011 zur Debatte stand, seien diese Maßnahmen als Voraussetzung für die Bewerbung geäußert worden. »Die Howoge kann so etwa gar nicht aufbringen«, ergänzte Prüfer.

Die Howoge verpflichtet sich nun per Vertrag, jährlich eine fünfstellige Summe an Verein und Bezirk zu zahlen. »Der Hauptteil dieses Betrages geht an den Sport«, erläuterte Prüfer. Dieses Sponsoring sei mit der ausdrücklichen Pflege des Andenkens an Hans Zoschke verbunden.

Der laut Emmrich schönste (Fußball-)Rasen Berlins, respektive das dazugehörige Stadion wurde im Oktober 2009 umbenannt. Seitdem heißt das Stadion nicht mehr »Hans Zoschke« sondern »Howoge-Arena Hans Zoschke«. Benannt war das Stadion bis dato nach dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Hans Zoschke, der 1944 ermordet wurde. Emmrich und Prüfer wiesen darauf hin, dass sowohl die Tochter Zoschkes als auch die VVN-BdA der Namenserweiterung zugestimmt haben. Sollte die Howoge den Namen Zoschkes tilgen, sei dies ein sofortiger Kündigungsgrund.

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