Angelika Kettelhack 19.02.2010 / Kultur

Sie holten sich den Stoff, und das war's

Der »Jud Süß«-Forscher Friedrich Knilli und seine seltsamen Erfahrungen mit Regisseur Oskar Roehler

Regisseur Oskar Roehler während der Dreharbeiten Foto. dpa

Oskar Roehlers neuer Film »Jud Süß – ein Film ohne Gewissen« wurde durch das Buch »Ich war Jud Süß – Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian« von Prof. Friedrich Knilli inspiriert. Zumindest steht es so in den Ankündigungen zu Roehlers Film.

Professor Knilli hat an der Technischen Universität Berlin jahrelang als Literatur- und Medienwissenschaftler zusammen mit vielen Generationen von Studierenden zu dem verunglimpfenden Motiv des »ewigen Juden« geforscht. Anlass war der von Goebbels auf den Weg gebrachte antisemitische Film »Jud Süß« von 1940. In allen Debatten ging es immer wieder um die Fragen: Ist dieser Nazi-Film, für dessen Realisierung Goebbels den Regisseur Veit Harlan gewinnen konnte, wirklich ein mieses Propaganda-Stück oder funktioniert er wie ein normales Melodram der damaligen Z...

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