Werbung

Frauen-Geschichte(n)

Irena Sendler

  • Von Martin Stolzenau
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Irena Sendler
Irena Sendler

In Polen und in Israel wird Irena Sendler als Heldin verehrt, weil sie während des Zweiten Weltkrieges 2500 jüdische Kinder rettete. Viele Überlebende des Holocaust nennen sie auch dankbar »Oskar Schindlers Schwester«.

Irena Sendler wurde am 15. Februar 1910 in Otwock im damals russischen Teil Polens geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung als Krankenschwester, erlebte die Nazibesetzung Polens hautnah und empörte sich vor allem über die Verfolgung der Juden. Als Mitarbeiterin einer Epidemienkontrolle verschaffte sie sich Zugang zum Warschauer Ghetto und nahm Kontakt zu einer Widerstandsgruppe sowie zum international wirkenden Rat für die Unterstützung der Juden auf. Sie schmuggelte zunächst Nahrung, Medikamente und Kleidung ins Ghetto. Als die Deportationen begannen, schmuggelte sie Kinder aus dem Ghetto. Sie verbarg Kleinkinder unter ihrem Mantel oder im Koffer. Größere Kinder versteckte sie in Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr sowie der Müllentsorgung. Die Kinder wurden in polnischen Familien, Waisenhäusern und Klöstern untergebracht. Ein großer Teil erhielt falsche Papiere. In der Hoffnung auf das Überleben der Eltern und spätere Familienzusammenführung erstellte Irena Sendler verschlüsselten Namenslisten mit Aufenthaltszuordnung, die sie in Einmachgläsern sowie Tonkrügen in Warschauer Gärten vergrub.

Im Oktober 1943 wurde Irena Sendler von der Gestapo verhaftet, grausam gefoltert und zum Tode verurteilt. Ihre Mitstreiter bemühten sich, die Retterin zu retten. Es gelang, einen deutschen Offizier zu bestechen. Irena Sendler wurde in einem Versteck gepflegt und überlebte unter falschem Namen. In den USA wurde ein Fernsehfilm über sie gedreht, Anna Mieszkowska verfasste das Buch »Die Mutter der Holocaust-Kinder«. Irena Sendler verstarb mit 98 Jahren in Warschau.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen