Zwist um Bildungspolitik

Parteiwechsel in Hamburg: Raus aus der SPD und hinein in die LINKE

  • Von Folke Havekost, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Während in Hamburg Allparteiengespräche über die bedrohte Schulreform stattfinden, haben drei SPD-Politikerinnen ihren Übertritt zur LINKEN erklärt. Ihr Vorwurf zum Abschied: Die SPD leiste sich taktisches »Geeiere« statt für eine fortschrittliche Bildungspolitik einzustehen.

Bereits Ende Januar vollzogen Christiane Albrecht, Sabine Boeddinghaus und Karen Medrow-Struß den Wechsel innerhalb des Oppositionslagers, das an Alster und Elbe einer schwarz-grünen Landesregierung gegenüber steht. »Ich freue mich sehr darüber, dass die LINKE mit diesen drei Frauen eine Verstärkung ihres bildungspolitischen Sachverstandes bekommt«, begrüßte LINKEN-Fraktionschefin Dora Heyenn das neue Trio. Ihren Schritt begründeten alle drei Politikerinnen mit bildungspolitischen Unzulänglichkeiten der SPD, die es unter anderem an Unterstützung für das Volksbegehren »Eine Schule für Alle« habe fehlen lassen.

»Inzwischen finde ich es unerträglich, von Genossen zu hören, dass die Argumente für ›Eine Schule für Alle‹ zwar überzeugend seien, aber ...«, so die ehemalige GEW-Landesvorsitzende Albrecht. »Was dann kommt, ist nichts Überzeugendes, allenfalls diffuse Ängste nach dem Motto ›Spiel nicht mit den Schmuddelkinde...


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