Werbung

Pädagogen pendeln

Andreas Fritsche mahnt den Senat, Lehrer zu halten

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Mindestens 450 Lehrer will Brandenburg im laufenden Jahr einstellen. Es lockt mit dem vorteilhaften Beamtenstatus, während Berlin das nicht mehr tut. Das Land Berlin nimmt Lehrer seit Jahren nur noch als Angestellte und muss sich jetzt unbedingt mehr einfallen lassen, um Lehrkräfte in ausreichender Zahl zu bekommen und zu behalten. Die ersten Kollegen aus der Hauptstadt klopften nämlich schon bei den staatlichen Schulämtern in Brandenburg an.

Bislang hörte man vor allem immer wieder Beispiele von Abwanderung nach Hamburg. Doch Brandenburg bietet den Vorteil, dass ein Umzug gar nicht notwendig ist. Ins Berliner Umland können Pädagogen problemlos pendeln. Je nachdem, in welchem Stadtteil sie wohnen, könnte der Arbeitsweg sogar kürzer werden.

Es ist nicht so, dass Berlin gar nichts getan hätte, um einem drohenden Lehrermangel zu begegnen. Bei den Anfangsgehältern wurde etwas draufgelegt und etliche befristete Verträge wurden in unbefristete verwandelt. Doch noch immer hält die Senatsbildungsverwaltung Beschränkungen aufrecht, die angesichts der Situation unsinnig sind. So erhalten Absolventen, die ihr Referendariat lediglich mit der Note 4 abgeschlossen haben, nicht einfach einen unbefristeten Vertrag. Warum nur? Wer bestanden hat, der ist für den Schuldienst geeignet, so lautet die Formel. Wäre er es nicht, so wäre er ja durchgefallen. Berlin muss den pädagogischen Nachwuchs an sich binden, bevor er der Verlockung erliegt, bessere Angebote anzunehmen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!