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Dankenswerte Grabung

Horst Wessel – Tod und Verklärung

  • Von Norbert Podewin
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein Historiker an der Universität Bielefeld ist auf Spurensuche gegangen – und überaus fündig geworden. Objekt der Neugier von Daniel Siemens war eine Ikone des Hitlerreiches, geboren 1907 in Bielefeld, verstorben 1930 in Berlin: Horst Wessel. Sein Liedtext »Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen ...« war vom NS-Regime neben dem Deutschlandlied offiziell zur nationalen Hymne erklärt.

Siemens beschreibt Wessel als »idealtypischen – und damit in gewisser Weise austauschbaren – Vertreter des jungen einsatzbereiten Nationalsozialisten«. Prägend wirkte die Erziehung des Vaters, eines Geistlichen, der Ende 1914 als Lazarett- und Garnisonspfarrer tätig wurde. Die Militanz des Soutaneträgers muss auffallend gewesen sein; auf dem späteren Arbeitstisch in Berlin stand ein Porträtfoto des einstigen Feldmarschalls und späteren Reichspräsidenten mit handschriftlicher Widmung: »In dankbarer Erinnerung an 1915/16 von Hindenburg...


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