Versicherte dürfen nicht zu Bittstellern werden

Ersatzkassen wollen Gesundheitssystem erhalten

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Woher soll das Geld für die Einführung einer einkommensunabhängigen Kopfprämie im Gesundheitswesen kommen? Das fragten gestern in Berlin Vertreter der Ersatzkassen, die über die finanziellen Probleme der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) informierten und vor der leichtfertigen Zerschlagung des sozialen Gesundheitssystems warnten.

Die Zusatzbeiträge, die einige Kassen seit Kurzem erheben, sind nach Ansicht des Vorsitzenden des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Christian Zahn, ein Vorgeschmack auf die in der Koalitionsvereinbarung in Aussicht gestellten Kopfprämien. Zahn wies darauf hin, dass dazu ein Steuerzuschuss von bis zu 35 Milliarden Euro erforderlich sei. Selbst zehn Milliarden Euro für einen Einstieg in das neue System seien zu viel.

Das umlagefinanzierte Beitragssystem im Gesundheitswesen, so der Ersatzkassenchef, werde von den Menschen als Teil der Sozialkultur positiv bewertet. »Das wird total unterschätzt«, erklärte er im Hinblick auf die Debatte über die Umgestaltung der Gesundheitsfinanzierung. Er verwies auf eine...

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