Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Nicht jeder darf ein Master werden

Hochschulrektoren wollen mehr Geld für eine bessere Lehre

Eine Woche vor einem Treffen zwischen Vertretern der Politik, der Hochschulen und Studentenorganisationen hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gestern Bund und Länder aufgefordert, mehr Geld für die Verbesserung der universitären Lehre auszugeben.

Die HRK sieht die Politik in der Pflicht: Bund und Länder müssten die Ausgaben zur Verbesserung der akademischen Lehre deutlich erhöhen, meinte gestern die HRK-Präsidentin Margret Wintermantel vor Medienvertretern in Berlin. Zum Abschluss einer Tagung der HRK forderte der Zusammenschluss der deutschen Hochschulen und Universitäten die Politik auf, die Personalausgaben der Hochschulen »signifikant zu erhöhen«. Die notwendigen Mehrausgaben bezifferte Wintermantel auf

etwa 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Die geforderte Summe liegt damit deutlich über der Zusage von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Die hatte kürzlich erklärt, 500 Millionen Euro für eine bessere akademische Lehre ausgeben zu wollen – verteilt auf einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren!

Um die Lehre inhaltlich zu fördern, sprach sich Wintermantel dafür aus, die Studien- und Prüfungsordnungen zu entrümpeln und Hochschullehrer in neuen Lernformen fortzubilden. Zudem müsse der Wechsel zwischen den Hochschulen für die Studenten erleichtert werden

Gleichzeitig verteidigte die HRK-Chefin die Einführung der gestuften Studienabschlüsse Bachelor und Master im Zuge der sogenannten Bologna-Reform. »Der Bachelor ist besser als sein Ruf«, sagte sie. Die Hochschulen hätten begriffen, dass sie mehr tun müssten, um die Akzeptanz dieses berufsqualifizierenden Studienabschlusses in der Wirtschaft zu erhöhen.

Einen Rechtsanspruch auf die Zulassung zu einem Masterstudium, wie dies von Studenten während der Bildungsstreik-Proteste gefordert wurde, lehnte Wintermantel auf Nachfrage ab. »Wir werden nicht für alle Bachelor-Absolventen einen Master-Studienplatz zur Verfügung stellen können«, betonte die HRK-Präsidentin. Der Master setze neben der Motivation auch eine bestimmte Eignung voraus.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln