Werbung

Nicht jeder darf ein Master werden

Hochschulrektoren wollen mehr Geld für eine bessere Lehre

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine Woche vor einem Treffen zwischen Vertretern der Politik, der Hochschulen und Studentenorganisationen hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gestern Bund und Länder aufgefordert, mehr Geld für die Verbesserung der universitären Lehre auszugeben.

Die HRK sieht die Politik in der Pflicht: Bund und Länder müssten die Ausgaben zur Verbesserung der akademischen Lehre deutlich erhöhen, meinte gestern die HRK-Präsidentin Margret Wintermantel vor Medienvertretern in Berlin. Zum Abschluss einer Tagung der HRK forderte der Zusammenschluss der deutschen Hochschulen und Universitäten die Politik auf, die Personalausgaben der Hochschulen »signifikant zu erhöhen«. Die notwendigen Mehrausgaben bezifferte Wintermantel auf

etwa 1,1 Milliarden Euro pro Jahr. Die geforderte Summe liegt damit deutlich über der Zusage von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU). Die hatte kürzlich erklärt, 500 Millionen Euro für eine bessere akademische Lehre ausgeben zu wollen – verteilt auf einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren!

Um die Lehre inhaltlich zu fördern, sprach sich Wintermantel dafür aus, die Studien- und Prüfungsordnungen zu entrümpeln und Hochschullehrer in neuen Lernformen fortzubilden. Zudem müsse der Wechsel zwischen den Hochschulen für die Studenten erleichtert werden

Gleichzeitig verteidigte die HRK-Chefin die Einführung der gestuften Studienabschlüsse Bachelor und Master im Zuge der sogenannten Bologna-Reform. »Der Bachelor ist besser als sein Ruf«, sagte sie. Die Hochschulen hätten begriffen, dass sie mehr tun müssten, um die Akzeptanz dieses berufsqualifizierenden Studienabschlusses in der Wirtschaft zu erhöhen.

Einen Rechtsanspruch auf die Zulassung zu einem Masterstudium, wie dies von Studenten während der Bildungsstreik-Proteste gefordert wurde, lehnte Wintermantel auf Nachfrage ab. »Wir werden nicht für alle Bachelor-Absolventen einen Master-Studienplatz zur Verfügung stellen können«, betonte die HRK-Präsidentin. Der Master setze neben der Motivation auch eine bestimmte Eignung voraus.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!