Marktöffner und Beschäftigungsmotor

Dörte Fouquet (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft): EEG ist ein Exportschlager

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist eine Erfolgsgeschichte, die die Politik nicht durch überstürzte Kürzungen aufs Spiel setzen sollte, sagt Dörte Fouquet. Die Rechtsanwältin ist Direktorin der European Renewable Energies Foundation und Mitglied im Vorstand des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS). In den 90er Jahren war der Verein maßgeblich an der Entwicklung des EEG beteiligt. Das Interview führte Susanne Götze.

ND: Geht nach einem Jahrzehnt die Erfolgsgeschichte des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) noch weiter?
Foequet: Absolut! Das Gesetz hat die Preise für neue Technologien immer automatisch gesenkt – das ist ja seine Funktion. Die Industrie der Erneuerbaren zeigt dank des EEG die größte Kostenklarheit und die größte Wettbewerbsfähigkeit. Es ist ein Marktöffner und hat qualifizierte Arbeit und lokale Einnahmen in großem Umfang generiert. Der allgemeine Energiemarkt hat sich aber kaum demokratisiert – vor allem was verdeckte und offene Subventionen in der Kohle- und Atombranche angeht. Solange die fossile Energieerzeugung aus diesem Grund zu billig ist, brauchen neue Erneuerbare-Energie-Anbieter auch nach zehn Jahren noch das EEG.

Das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) hat sich in den 90er Jahren für ein Einspeisevergütungsgesetz stark gemacht: Ist alles so gekommen, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Früher war es...


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