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Von einem der auszog, das Abschreiben zu lernen

Vorwort:

Die Literaturkritikerin Verena Auffermann wird im Kultur-Fernsehen zitiert. Als Vorsitzende der Jury der Buchpreisverleihung zur Leipziger Buchmesse verteidigt sie die Nominierung von Helene Hegemanns »Axolotl Roadkill«. Sie meint, der Vorwurf, Frau Hegemann habe, was sie geschrieben hat, nicht selbst erlebt, sei erstens kein Maßstab und zweitens, sei sie, Frau Auffermann, froh, dass Helene Hegemann, das Grauen, das ihr Text transportiert, nicht habe selbst erleben müssen.

Frau Auffermann irrt. Das Nicht-Erleben kreiden ihr nur jene an, die von Literatur nichts begriffen haben. Von Literatur nichts begriffen zu haben, ist allerdings kein Maßstab dafür, ob jemand das Wort ergreifen oder das Maul aufreißen oder die Stimme oder Einspruch erheben darf oder nicht.

Das tragende Argument gegen »Axolotl Roadkill« ist, dass Helene Hegemann, so gut oder schlecht sie es eben vermag, ihr Erfahrungs-»Defizit« durch Abschreiben kompensiert ...


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