Kunger-Kiez droht zu kippen

Anwohner aus 16 Häusern organisieren in Alt-Treptow ihren Protest gegen Mieterhöhungen

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Wohnungsbaugellschaft »Stadt und Land« gibt sich großzügig und wirbt mit der Mietdiät. Sechs Monate lang zahlen Neumieter bei ausgewählten Wohnungen nur die halbe Kaltmiete. Die einzige Diät, bei der man auf nichts verzichten müsse, heißt es im Slogan. »Stadt und Land« ist im städtischen Besitz und zeigt sich auf ihrer Website im besten Licht.

Die Schattenseite kommt für die Altmieter in einem Brief: »… nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch § 558 sind wir berechtigt, die Zustimmung zur Erhöhung der Miete zur ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen, … wenn seit der letzten Mieterhöhung mindestens 15 Monate vergangen sind.«

Von vier Häusern wusste die Stadtteilinitiative »Karla Pappel«, dass Anwohner eine solche Mieterhöhung bekommen haben. Aktivisten verteilten im Alt-Treptower Kunger-Kiez Handzettel. Niemand solle wegziehen, weil es an Geld fehle, fordern sie. Zu einer Versammlung im Loesje-Stadtteilzentrum kamen 40 Mieter &...


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