Der Kronprinz geht von Bord

In Hamburgs CDU kriselt es. Der Streit um die Schulpolitik könnte den Senat zu Fall bringen

  • Von Volker Stahl, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Pleiten, Pech und Pannen: Die CDU wird der dauerkriselnden SPD in Hamburg immer ähnlicher. Nach den Rücktritten von Bürgerschaftspräsident Berndt Röder wegen der »Glatteis-Affäre« nahm mit Finanzsenator und Parteichef Michael Freytag der zweite Spitzen-Christdemokrat binnen zehn Tagen seinen Hut. Pünktlich zur Halbzeit der ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene befindet sich die CDU im Tief.

Als Michael Freytag am Montagabend auf dem CDU-Parteitag im Intercontinental Hotel vor 500 Mitgliedern seinen sofortigen Rücktritt als Parteichef erklärte, blickte er in verdutzte Gesichter. Mit dem biblischen Teil-Zitat »Alles hat seine Zeit, auch die Ausübung von Ämtern«, quittierte der gelernte Banker und studierte Jurist mit zitternder Stimme auch seinen Job als Finanzsenator zum 17. März. Sein ruhendes Bürgerschaftsmandat wird der 51-Jährige nicht reaktivieren.

An Freytags Totalausstieg aus der Politik und seinem angekündigten Wechsel in die Wirtschaft – Gerüchten zufolge wird er zu seinem früheren Arbeitgeber Deutsche Bank zurückkehren – erstaunt nur der Zeitpunkt. Seine Demission war von vielen auf dem Höhepunkt der HSH-Nordbank-Krise erwartet worden, als Freytag als Krisenmanager eine äußerst schlechte Figur machte. Er hatte als verantwortlicher Senator und Aufsichtsrat den katastrophalen Zustand der Bank lange verh...

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