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Vancouver lässt Machtkampf in Russland eskalieren

Schwere Vorwürfe und politische Debatten nach dem schlechten Abschneiden der Olympiamannschaft

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sportfunktionäre, die am Sonntagabend den politischen Wochenrückblick des russischen Staatsfernsehens verfolgten, waren bereits gewarnt und auf das Schlimmste vorbereitet.

Statt strahlender Gewinner von Vancouver standen wütende Ex-Olympiasieger und Trainer von Russlands olympischem Nachwuchs vor der Kamera und forderten Konsequenzen für das mit Abstand schlechteste Abschneiden der Nationalmannschaft seit den Winterspielen 1956 in Cortina d’Ampezzo: nur dreimal Gold und Platz elf in der Länderwertung.

Das Nationale Olympische Komitee sei zum Selbstbedienungsladen für Sportfunktionäre verkommen und müsse dringend reformiert werden, forderte Irina Rodnina, die mit Partner Alexander Saizew dreimal olympisches Gold und zehnmal den Weltmeistertitel im Paarlaufen für Moskau holte. Ähnlich sah das auch Trainerin Ljudmila Kalinina, die in Perm im Ural den olympischen Nachwuchs betreut: »Wir haben nichts zu verlieren und werden daher aus unseren Herzen keine Mördergrube machen. Wir werden peinliche Fragen stellen, denn wir wollen wissen, wer sich das Geld eingesteckt hat, das für uns bestimmt war.«

Kritik ü...


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