»Wir sind ein Dritte-Welt-Land«

Chiles Regierung blockierte nach dem Beben zahlreiche Hilfsangebote / Lage leicht entspannt

  • Von Gerhard Dilger, Porto Alegre
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Der Nationalstolz der chilenischen Regierung behindert rasche Hilfe aus dem Ausland. Nach der Entsendung von 12 000 Soldaten ins Krisengebiet sind die Plünderungen abgeflaut.

Am fünften Tag nach dem verheerenden Erdbeben in Chile hat sich die Lage leicht entspannt. Alle Orte seien mittlerweile auf dem Landweg zu erreichen, sagte Infrastrukturminister Sergio Bitar. Auch zu massiven Plünderungen wie in den ersten Tagen kam es wegen der Präsenz von mittlerweile 12 000 Soldaten im Krisengebiet nicht mehr. In Concepción verlängerte die Armee die Ausgangssperre auf 18 Stunden bis zwölf Uhr mittags. Wasser und Strom gab es nur in wenigen Bezirken.

Die amtlich bestätigte Zahl der Toten lag am Mittwoch bei 799, Hunderte werden weiter vermisst. Betroffen sind zwei Millionen Menschen. Vielerorts trafen...


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