Bessere Pflege – kostenneutral?

Bundesfamilienministerin will Rechtsanspruch auf zweijährige Pflegezeit einführen

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um berufstätigen Menschen mehr Freiraum bei der Pflege von Angehörigen zu verschaffen, plant Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) einen Rechtsanspruch für eine zweijährige Pflegezeit.

Das Echo auf den Pflegezeitvorschlag der Familienministerin ist positiv. Während einer zweijährigen Pflegezeit, in der Angehörige mindestens 50 Prozent arbeiteten, würden sie Kristina Schröder zufolge dennoch drei Viertel ihres Gehalts beziehen, sagte Schröder der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Ihre Pläne sehen vor, dass die Betreffenden später wieder voll arbeiten. Sie bekäme aber weiterhin so lange 75 Prozent des Gehalts, wie sie zuvor in Teilzeit gearbeitet haben – solange. bis das Zeit- und das Gehaltskonto wieder ausgeglichen sind. Der Steuerzahler würde nach den Worten der Ministerin fast keine Kosten tragen. Der Staat verzichte lediglich auf Steuereinnahmen, wenn nur 75 Prozent des Gehalts gezahlt werden. »Der Pflegeversicherung dagegen käme die Familienpflegezeit langfristig zugute, denn Pflege zu Hause kostet weniger als im Heim – abgesehen davon, dass sie dem Wunsch der Menschen entspricht«, so die Ministerin.

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