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Staatliche Zahlungsunfähigkeit

  • Von Robert Kurz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
»Ein Euro-Crash hätte verheerende Wirkung auf die Weltkonjunktur und die übrigen Währungsräume.«

Seit mehr als einem Jahr gilt der Staat als Retter in der Not der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. In seiner Eigenschaft als »Kreditgeber letzter Instanz« hat er überall in der Welt mittels Geldschwemme der Notenbanken, quasi-kriegswirtschaftlicher Megaverschuldung, Rettungspaketen und Konjunkturprogrammen Auffanglinien gebildet, ohne dass allerdings eine neue autonome Akkumulation des Weltkapitals selbst in Sicht wäre. Der Staat hat jedoch nur eine formale Kompetenz für die Geldschöpfung; substanziell bleibt er an die reale Verwertung des Kapitals gebunden. Alle wissen, dass ein gewaltiges Inflationspotenzial aufgebaut wird, wenn Staatsprogramme die reale Wertschöpfung ersetzen. Wie setzt sich nun dieses Potenzial ökonomisch um?

Griechenland bildet derzeit das schwächste Kettenglied. Bekanntlich lauern ähnliche Fälle im Hintergrund. Man tröstet sich damit, dass Staaten im Unterschied zu Unternehmen oder Banken nicht wirklich ban...


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