Werbung

Die internationale Politik im Fokus

Potsdamer »WeltTrends« haben sich bei Profis und Laien etabliert

Selbst Matthias Platzeck war voll des Lobes. Ein »gelungenes Beispiel intellektueller Kooperation« sei die Zeitschrift »WeltTrends«, erklärte Brandenburgs Ministerpräsident in einem Grußwort im Oktober 2002. Da stand das in Potsdam herausgegebene außenpolitische Magazin kurz vor seinem zehnten Geburtstag. Inzwischen ist das Blatt nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für »Laien«, die an internationaler Politik interessiert sind, und für die »Profis« der außenpolitischen Praxis eine feste Größe.
Chefredakteur Raimund Krämer
Chefredakteur Raimund Krämer

Gerade die Verbindung von Magazincharakter und fundierter Analyse ist für Chefredakteur Dr. Raimund Krämer ein Alleinstellungsmerkmal. Stolz zeigt der Dozent in den von der Potsdamer Universität gestellten Redaktionsräumen (Krämer: »Wir kooperieren mit der Uni, sind aber nicht ihre Zeitschrift«) auf eine Weltkarte. Eingetragen sind dort Städte und Institutionen, wo die »WeltTrends« gelesen werden. Die Universität Amsterdam gehört dazu wie die akademische Bibliothek Basel, das Royal Institute of International Relations London, die ukrainische Nationalbibliothek oder das Institute for Political Science Budapest. Dass deutsche Bundesbehörden und wissenschaftliche Einrichtungen die Zeitschrift verfolgen, ist für Krämer selbstverständlich. Schließlich seien die »WeltTrends« mit ihrer Auflage zwischen 1200 und 1500 Exemplaren »treuer und kritischer Begleiter« der Außenpolitik Deutschlands.

Dabei war die Geschichte der »WeltTrends« keineswegs frei von Problemen (nicht zuletzt finanzieller Art), Kontroversen oder Umbrüchen. Längst hat sich die 1993 »aus purem Enthusiasmus« gegründete Zeitschrift zu einem Forum für außenpolitische Analysen und Debatten entwickelt, in dem bislang über 700 Autoren zu Wort kamen. Als »WeltTrends« hat man natürlich einen globalen Blick, als deutsch-polnisches Projekt zugleich aber Mittel- und Osteuropa besonders im Fokus. Der ursprünglich eher akademische Ansatz wurde über die Jahre verändert. Mit der konsequenten Öffnung der »WeltTrends« für Politik und Diskussion seit Mitte des Jahrzehnts hat die Redaktion ihre heutige Linie gefunden.

Wichtig ist für das Team um Raimund Krämer die »Lesbarkeit« der Beiträge. Die für Fachzeitschriften oft typischen langen – und für »Normalleser« nicht selten langweiligen – Texte soll es in den »WeltTrends« nicht geben. Neue Autoren, darunter auch Politiker, wurden gewonnen und moderne Genres eingeführt. Neben dem »klassischen« Dossier finden sich in der illustrierten Zeitschrift Kommentare, Glossen, Porträts, Interviews, selbst Comics.

Die Themen der seit 2008 zweimonatlich erscheinenden Potsdamer »WeltTrends« ergeben sich zumeist aus aktuellen Entwicklungen und den laufenden politischen Diskussionen. So ging es um den 11. September 2001 und dessen Folgen ebenso wie um die Entwicklung in Afghanistan oder den »brodelnden Iran«. Stets aber ging es um die »neue« deutsche Außenpolitik. Im aktuellen Heft stehen unter anderem Migration und Grenzen, EU-Partnerschaften im Osten, Tunesien und die gegenwärtige Finanzkrise zur Debatte. Und auch in dieser Ausgabe geht es um deutsche Außenpolitik: Auf dem »Streitplatz« plädieren junge Autoren für die offene Diskussion deutscher Interessen. Eine Debatte, die fortgesetzt wird.

»WeltTrends«, Einzelheft 8 Euro, Jahresabo (6 Hefte) 40 Euro / erm. 25 Euro. www.welttrends.de, Telefon: 0331-977 4540, Fax: 0331-977 4696

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln