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20 Jahre sind seit der deutschen Vereinigung vergangen, Grundstücke in der ehemaligen DDR sind kaum noch für ein Schnäppchen zu ergattern. Eine deutsche Übernahme Westpolens, Österreichs oder Tschechiens steht trotz heftigen Werbens von Leuten wie Frau Steinbach nicht an, da muss man anderswo Ausschau halten. »Bild« empfiehlt: »Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen«. Als bereitwillige Transporteure ihrer Idee, auf die sie sich dann pseudo-journalistisch beziehen konnte, fand die Springer-Zeitung zwei Experten aus CDU und FDP. »Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen, um seine Gläubiger zu bedienen«, meint etwa CDU-Wirtschaftspolitiker Josef Schlarmann. Und »Bild« zog Wikipedia zu Rate: Griechenland hat 3054 Inseln, von denen nur 87 bewohnt sind. Dafür gebe es »einen Markt«. Merkwürdigerweise hat der Begriff »Inselkoller« noch keinen Eingang in den Duden gefunden. Nun wird es Zeit: Es ist der ganz normale Wahnsinn des Boulevards. jrs

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