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  • Thema: Kapp-Putsch vor 90 Jahren

Der Marsch auf Berlin

Ein Angriff der deutschen Militärs auf die junge Weimarer Republik – Interessen und Intentionen der Putschisten

  • Von Prof. Dr. Erwin Könnemann
  • Lesedauer: ca. 10.0 Min.
Einzug der Kapp-Truppen in Berlin am 13. März 1920

Den Zeitgenossen erschienen die Kapp-Putschisten als ein monolithischer Block, die arbeitsteilig und zielstrebig ihr konterrevolutionäres Unternehmen vorbereitet und durchgeführt hätten. Während ihrer kurzlebigen Herrschaft waren die bestehenden tiefgreifenden Gegensätze nicht in Erscheinung getreten. Erst als die Nachlässe führender Persönlichkeiten vorlagen und ausgewertet werden konnten, klärte sich das Bild. Johannes Erger gebührt das Verdienst, in seiner 1967 erschienenen Studie über den Kapp-Lüttwitz-Putsch auf grundlegende Widersprüche zwischen den zivilen und militärischen Führern des Staatsstreiches aufmerksam gemacht zu haben.

Der Geheime Oberregierungsrat und ostpreußische Generallandschaftsdirektor Dr. Wolfgang Kapp galt als Gewaltpolitiker; für die Durchsetzung seiner umstürzlerichen Ziele bedurfte er jedoch der militärischen Gewalt. Bereits im März und dann noch einmal im Juli 1919 suchte er den Befehlshaber des Armeeober...


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