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Das Geheimnis der Badekappen

  • Von Reinhard Renneberg, Hongkong
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Vignette: Chow Ming

Sind unbedingt Mäuse, Kaninchen, Ziegen nötig, um Antikörper zu produzieren? Lange ging es nicht ohne – die armen Kreaturen liefern sehr verschiedenartige, sogenannte polyklonale Antikörper. Zu den einfacheren, monoklonalen Antikörpern gab es vor reichlich drei Jahren schon eine Biolumne. Kurz wiederholt: Man injiziert einer Maus das körperfremde Antigen (z. B. ein Medikament oder Krebszellen) und entnimmt dann jene Immunzellen, die Antikörper gegen dieses Antigen produzieren.

Wenn man nun im Reagenzglas diese Immunzellen mit Mäuse-Krebszellen (Myelomzellen) verschmilzt, entstehen mit viel Glück Hybridzellen, sogenannte Hybridomas. Von der »guten Mama« her bilden die Hybridomas Antikörper. Vom »bösen Papa« her wuchern die Hybridomas krebsartig, auch außerhalb des Körpers. Sie wachsen nun aber für einen guten Zweck unendlich in großen Mengen im Bioreaktor und produzieren dabei gleichzeitig eine Sorte Antikörper: die Monoklonalen.

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