PLATTENBAU

  • Von Michael Saager
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Richard von der Schulenburg, der bisherige Keyboarder der Band Die Sterne, ist nicht mehr dabei. Er wollte das neue »Sound«-Konzept nicht mittragen. Sind es nur noch drei Sterne: Sänger und Gitarrist Frank Spilker, Schlagzeuger Christoph Leich und Thomas Wenzel, der Bassist.

Schrumpfung hin, Schrumpfung her – wichtiger ist, dass diese ehemalige Hamburger-Schule-Band nach gut drei Jahren Pause wieder da ist. Schließlich ist »24/7« die beste Platte seit »In echt« (1994) und »Posen« (1996). Ziemlich funky waren Die Sterne anfangs, nah dran an George Clinton und Sly And The Family Stone. Spilker sang: »Scheiß auf deutsche Texte«, »Universal Tellerwäscher« und »Was hat dich bloß so ruiniert«. Er sang kleine (ironisch-sarkastische) Alltagsgeschichten mit schlaffer Melancholie in der leicht abgehangenen Stimme. Gerne auch mal eine griffige Parole von links außen. Sprechgesang, dem HipHop wahlverwandt, kein Kitsch, kaum Pathos. Diskursro...


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