Der Schmerz und der Traum

Lutz Seiler und seine Erzählungen »Die Zeitwaage«

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Freiheit ist der Dämon. Das Reisen ist der Aufbruch dorthin, wo die Hoffnungen zerscherbt werden; wahrscheinlich flaschengrüne Scherben, im kalten Licht das Leuchten der scharfen Ränder: eine Einladung zur Wunde. So darf Lutz Seiler gelesen werden, Erzählungen auf hartem Grund, der staucht, wenn man geht, aber im Stauchen wird Nähe spürbar zu den Wurzeln, zum Boden, der doch zugleich die sichere Kruste verspricht über den Untiefen des Lebens.

Was ist der Mensch, wenn er diesen Boden verliert? Welchen Preis haben Grenzdurchstoß und Öffnung hin zur Welt? In Lutz Seilers Erzählungen, die in ihrer spröden Geradlinigkeit und ihrer so sicheren Detailkultur meisterhaft zu nennen sind, melden sich die Verstecke der thüringischen Kindheit zu Wort; die Begrenztheit wird zum Ort wahrer, nämlich innerer Freiheit, sie ist gleichsam ein inniges, hin und her gezogenes Stehen in einem bewachsenen, von Natur umwucherten Türrahmen zwischen drinnen u...

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