Eine Hochtechnologie-Industrie funkt SOS

Deutsche Schiffbauer verlieren ihre klassischen Geschäftsfelder– dank Niedriglohn-Konkurrenz und Missmanagement

  • Von Hermannus Pfeiffer, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Maritime Gipfel in Berlin findet vor dem Hintergrund der tiefen Krise des deutschen Schiffbaus statt. Die Teilbranche sucht krampfhaft nach neuen Geschäftsmöglichkeiten.

Die Werften im Nordosten und Nordwesten befürchten ihren Untergang. »Der Handelsschiffbau wird sich in Deutschland verabschieden«, funkt Thyssen-Krupp-Manager Herbert Aly SOS. Zum Essener Stahlkonzern gehören mehrere Werften. Auf den insgesamt 18 Schiffbaubetrieben an der deutschen Nord- und Ostseeküste werde niemals wieder ein Containerschiff gebaut werden, prognostiziert Aly. Betroffen davon ist auch die Zulieferindustrie tief im süd- und ostdeutschen Binnenland.

Tankerriesen und Massengutfrachter werden schon lange nicht mehr in Deutschland zusammengeschweißt. Der Niedergang hat mehrere Gründe: Mit der staatlich aufgebauten Niedriglohn-Konkurrenz in China, Korea und Bangladesch können hiesige Werften im Massenschiffbau nicht mithalten. Weil jedoch Reeder und Fondsinvestoren weltweit jahrelang mehr Schiffe orderten, als Kapazitäten in Asien frei waren, schwappte die Auftragsflut auf deutsche Werften über. Viele Vorstände wurden von de...

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