Marathon durch Denk-Mauern

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Akteure mit Down-Syndrom, Paten und weitere Läufer auf der Strecke

(ND). Den Start gab es am Samstag, die Medaille »Berliner Mauerlauf« am Sonntag im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark vom Berliner Sportsenator Ehrhart Körting (SPD). Dazwischen lagen 160 Kilometer für die Down-Syndrom-Staffel auf dem Berliner Mauerweg und gemeinsamer Sport für Menschen mit und ohne Behinderung. Hier sollten Sportler jeden Alters mit und ohne Behinderung mit Spaß und Einsatz ihr Können unter Beweis stellen, wie Stefan Schenck vom Sportclub Lebenshilfe e.V. unterstrich.

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Pause am Potsdamer Platz

Am Samstagmorgen war im Mauerpark an der Bernauer Straße der Startschuss gefallen. Mehr als 30 Ultraläufer, die sich die Strecke am Stück vornahmen, und 80 Marathonis, die Läufer mit Down-Syndrom, starteten nach Angaben der Veranstalter ihren Etappen-Lauf den Mauerweg entlang. Nach 28 Stunden endete der Marathon im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion an der Cantianstraße im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Organisiert wurde das Ereignis vom Fürther Laufclub 21 und der Lebenshilfe Berlin. Mit einer großen physischen Leistung sollte nach dem Willen der Organisatoren ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit von Menschen mit geistiger Behinderung gesetzt werden. Das Motto: »Wir durchbrechen laufend (Denk-)Mauern!«

Anlass dieses Laufes war Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März. Die 21 im Namen des Fürther Laufclubs 21 und die Wahl des Datums weisen darauf hin, dass bei Menschen mit Down-Syndrom das Chromosom 21 dreimal – statt zweimal – vorhanden ist.

Akteure mit Down-Syndrom, Paten und weitere Läufer auf der Strecke (o.). Pause am Potsdamer Platz (r.)

Fotos: Uwe Steinert

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