Gemischte Bilanz eines langen Tages

In Berlin startete am Samstag die Kampagne »Neukölln gegen Nazis«

  • Von Irina Berger
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Samstag in Berlin-Neukölln. Es ist der »lange Tag gegen Nazis«, ein Tag, der in Reaktion auf die vermehrten Naziangriffe auf linke und migrantische Einrichtungen ausgetragen wird, die es in den vergangenen Monaten in Neukölln und im angrenzenden Kreuzberg gegeben hat.

Kampagnen-Logo – hier auf Arabisch

Zum Auftakt des Tages sind am Mittag schon rund 150 Menschen bei einem »antifaschistischen Kiezspaziergang« durch den Neuköllner Jonas-Kiez gezogen. Ihr Spaziergang in der milden Frühlingsluft führte vorbei an Adressen von AntifaschistInnen, die sich zwischen 1933 und 1945 gegen die NS-Diktatur zur Wehr setzten, aber auch an einigen der Orte, die in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt Zielscheibe rechter Attacken wurden (ND berichtete).

Jetzt ist es bereits Abend und jetzt beginnen auch die meisten der Veranstaltungen, die im Programm zum »langen Tag« angekündigt sind. Eine Comic-Ausstellung gegen Nazis gibt es, einen Swing-Abend mit Live-Band, Filme gegen Nazis oder einfach nur »Soli-Saufen«. Die Auswahl ist groß. Ziel des Tages, der den Auftakt einer Kampagne mit dem Titel »Neukölln gegen Nazis« trägt, ist es jedenfalls, möglichst viel Geld zu sammeln, mit dem die Sachschäden ersetzt werden sollen, die bei den Nazi-Attacken ...

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