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War Pabst NPD-Mitglied?

Daths Luxemburg-Buch

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Im Auftrag der NPD hat die Hamburger Rechtsanwältin Gisa Pahl einen Brief an den Suhrkamp-Verlag geschrieben. Darin wird verlangt, den Verkauf von Dietmar Daths BasisBiographie »Rosa Luxemburg« zu stoppen. In der beanstandeten Passage des Buches schreibt Dath, Waldemar Pabst, der in die Ermordung Luxemburgs verwickelt war, sei zum Zeitpunkt seines Todes 1970 NPD-Mitglied gewesen. Dies, so der Brief, treffe nicht zu. Wörtlich heißt es dort: »mit Gewalttätern und Mördern, die ihre politischen Gegner einfach umgelegt haben, hat meine Mandantin nichts zu tun und möchte auch nichts zu tun haben«.

Dietmar Dath reagierte auf das Schreiben mit einem Text, den die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (gestrige Ausgabe) veröffentlichte. Darin heißt es, dass zu Pabsts Parteimitgliedschaft sich widersprechende Quellen existieren. Verwundert zeigt der Autor sich indes über die Distanzierung der NPD von Pabst. Er erinnert daran, dass diese Partei 2007 in Berlin-Lichtenberg den Antrag einbrachte, den Anton-Saefkow-Platz in Waldemar-Pabst-Platz umzubenennen. Überdies sei der NPD-Politiker Norbert Hähnel 2008 zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt worden, »weil er den Mord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg als ›entschlossene Tat‹ gebilligt hatte«. Daths Text endet mit einer Erkenntnis: »Dass die NPD zur Wahrheit übers Vergangene ein elastisches Verhältnis hat, war mir bislang nur eine Vermutung. Jetzt weiß ich es sicher.« ND

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