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Zwei Ostklassiker als Weichensteller

3. Liga: Bei den heutigen Duellen Aue - Dresden und Erfurt - Jena geht es um den Auf- und Abstieg

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Es ist »nur« die 3. Liga. Aber am heutigen Mittwoch sind an zwei Nachholduellen vier Mannschaften beteiligt, die über Jahrzehnte den Ostfußball bestimmt haben. Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena belegen die Plätze 5, 3, 7 und 1 in der ewigen Tabelle der DDR-Oberliga. Der Ruhm ist längst verflogen, doch die Fans freuen sich auf die Klassiker.

Sowohl beim Sachsen-Derby zwischen Aue und Dresden (18.30 Uhr) als auch in Thüringen beim Duell Erfurt gegen Jena (19.00 Uhr) werden unter hohen Sicherheitsvorkehrungen jeweils über 10 000 Zuschauer erwartet. »Ich hoffe auf eine volle Hütte. Das Spiel hat einen besonderen Reiz, zumal wir in Dresden 0:3 verloren haben«, sagte Aues Trainer Rico Schmitt vor der Partie.

Die Erzgebirgler haben noch gute Chancen auf den Aufstieg in die 2. Liga, die sie 2008 nach fünfjähriger Zugehörigkeit verlassen mussten. Aue ist daheim nach dem VfL Osnabrück die zweitstärkste Elf der Liga und seit neun Begegnungen im Erzgebirgsstadion ungeschlagen. »Wir wollen unsere Heimserie ausbauen und damit oben dran bleiben«, meint der Auer Verteidiger Thomas Paulus und warnt zugleich: »Dresden hat sich aber stabilisiert in der Rückrunde.«

In der Tat ist Dynamo Dresden seit sieben Spielen ungeschlagen. Der Abstiegskampf geht aber weiter. »Wir sind noch lange nicht dort, wo ich mir das vorstelle. Mal sehen, wie wir aus den vielen englischen Wochen herauskommen«, sagt Trainer Matthias Mauksch nach dem 1:0-Arbeitssieg gegen Wacker Burghausen. Kraft könnte Dresden die Erinnerung an das Hinspiel geben, als Aue mit 3:0 bezwungen wurde.

In Thüringen gab es in den letzten Wochen eine »Wachablösung«. Die lange als Aufstiegskandidat gehandelten Erfurter sind der Abstiegszone bedrohlich nahe gekommen. Nachdem es in den jüngsten acht Partien nur einen Sieg gab, verschlechterte sich das Klima zwischen Fans und Verein zusehends. Vor allem Trainer und Sportchef Rainer Hörgl steht im Brennpunkt. Viele Anhänger fordern seinen Rauswurf.

Mit einem Sieg gegen den Erzrivalen Jena könnte sich die Situation schlagartig verbessern. Doch der FC Carl Zeiss, der von den letzten neun Spielen nur eins verlor, pirscht sich derzeit an die Aufstiegsplätze heran. Die anhaltende Jenaer Finanzkrise scheint die Spieler eher noch zu motivieren. Von Aufstieg wird offiziell aber nicht gesprochen. »Ziel ist es, 45 Punkte zu holen – davon lassen wir uns nicht abbringen«, sagte Kapitän Carsten Nulle. An Erfurt haben die Ostthüringer derweil keine guten Erinnerungen. Das Hinspiel ging mit 0:3 verloren. Das Thüringer Pokalfinale im Mai 2009 im Steigerwaldstadion verlor Jena nach 2:0-Führung noch mit 2:3.

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