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Nur nichts Böses tun

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: 2 Min.

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A ls Firmenleitspruch macht sich Googles Mantra »Don't be evil« (Sei nicht böse) schön, im täglichen Leben braucht man da schon ein gerüttelt Maß an Orwellschem Neusprech, um das praktische Geschäftsgebaren mit dem Leitspruch zu vereinbaren. Insofern war es für den Internetkonzern Google weitaus schwieriger, die für die Eröffnung seines chinesischen Ablegers mit der Regierung in Peking vereinbarten Zensurmaßnahmen zu rechtfertigen als nun den Umzug der Suchmaschine nach Hongkong. Allerdings zeigt die ursprüngliche Vereinbarung mit der chinesischen Regierung, dass es dem US-Unternehmen bei all dem nie wirklich um Politik oder gar um Moral gegangen ist. Triebkraft des Markteinstiegs im Reich der Mitte war natürlich die Hoffnung, auf einem der größten Märkte der Zukunft eine ähnlich monopolistische Stellung zu erlangen, wie Google sie anderswo längst hat. Die Eroberung des chinesischen Markts verlief allerdings nicht ganz so erfolgreich. Einheimische Konkurrenten, die vor niemandem ihre Beteiligung an staatlicher Zensur rechtfertigen müssen, dominieren nach wie vor.

Da kamen die Hackerangriffe aus China wie gerufen. Sie boten Google eine Umzugsbegründung gegenüber der chinesischen Regierung. Für den Rest der Welt blieb das hehre Ideal des freien Zugangs zu Informationen als Begründung. Denn in Hongkong werden Suchergebnisse nicht gefiltert. Unerwünschte Treffer bleiben vielen Chinesen trotzdem versperrt.

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