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Stimmungstest für Rechts und Links

Sachthemen spielten im Wahlkampf kaum eine Rolle

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Sonntag und am Montag wird in Italien gewählt. Es sind Regionalwahlen, die etwa den deutschen Landtagswahlen entsprechen. Dennoch ist man sich allgemein in Italien einig, dass die Abstimmung ein wichtiger Test für die Rechtsregierung unter Silvio Berlusconi ist – und ebenso für die linke Opposition.

Es war zweifellos eine der unschönsten Wahlkampagnen, die Italien in den vergangenen Wochen erlebt hat. Das fing schon damit an, dass die Regierungsmehrheit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen RAI alle politischen Talkshows absetzte und damit praktisch eine Zensur einführte.

Weiter ging es mit dem Listen-Chaos: In den beiden wohl wichtigsten Regionen – der Lombardei und Latium mit ihren Hauptstädten Mailand und Rom – hatten die Vertreter des »Volkes der Freiheit«, der Partei von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, ihre Unterlagen entweder unvollständig oder verspätet abgegeben. Durch eine Eilverordnung versuchte die Regierung dann, die Listen doch noch zu den Wahlen zuzulassen. Aber statt sich bei den Wählern zu entschuldigen, beschimpfte Berlusconi tagelang die Opposition, die Wahlkommissionen und die Verwaltungsrichter, die – seiner Meinung nach – alle unter einer Decke stecken.

Schließlich missbrauchte Silvi...


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