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Gefahrenmaler

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

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Nach Darstellung des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) ist der islamistische Extremismus die größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland. Letzte Woche war es noch der »Linksextremismus«, der die Aufmerksamkeit derjenigen auf sich zog, die eine in den Himmel wachsende Gefahr von links an die Wand malten.

In dieser Kakofonie drohen die Stimmen unterzugehen, die davor warnen zu vergessen, von wem seit 20 Jahren in Gesamtdeutschland eine reale Bedrohung für Leib und Leben ausgeht: Rassisten, Antisemiten, militante Nazis. Anfang März veröffentlichte die Amadeu Antonio Stiftung – benannt nach Amadeu Antonio Kiowa, der 1990 von Nazis getötet wurde – ebenfalls Zahlen: Nach Recherchen von »Mut gegen rechte Gewalt« und des Opferfonds CURA starben seit der Wiedervereinigung 149 Menschen durch rechte Gewalt. Können Sie sich an den damaligen Aufschrei derjenigen erinnern, die heute so unüberhörbar vor Islamisten und Linken warnen?

Mit Sicherheit wäre es angesichts der Bombenanschläge in Moskau und bisher nur durch Glück gescheiterter Anschlagsversuche in Deutschland grundverkehrt, die Gefahr islamistischer Gewalttaten zu negieren. Doch darf auf der anderen Seite durch die einseitigen Warnrufe nicht in den Hintergrund gedrängt werden, durch wen bereits 149 Menschen starben und auch unverändert Gefahr ausgeht.

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