»Das Modell Maquiladora ist am Ende«

Die mexikanische Fabrikstadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA leidet unter der Krise

  • Von Knut Henkel, Ciudad Juárez
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Mexiko ist das Land Lateinamerikas, welches am stärksten unter der Krise in den USA leidet. Synonym dafür ist die Krise in den Weltmarktfabriken, den Maquiladores, an der US-Grenze. Verheerend wirkt sich die Rezession in Ciudad Juárez aus, wo ökonomische Perspektivlosigkeit sich auch in der Rekrutierung Jugendlicher durch die Drogenkartelle niederschlägt.

Gloria Méndez wünscht sich, dass ihr Sohn Edgardo nicht in der Maquila arbeiten muss.
Einen Steinwurf weit vom internationalen Flughafen von Ciudad Juárez befindet sich der erste Gewerbepark der Stadt. Hinter geräumigen Fabrikhallen stehen die Trucks Schlange, um Waren zur Grenze mit den USA abzutransportieren. »Auto- und Elektronikteile, aber auch Motoren werden in Ciudad Juárez vor allem zusammengesetzt«, erklärt Yéffim Fong. Der Gewerkschafter mit dem zerzausten Bart à la Karl Marx hat früher selbst am Band gestanden und Teile für US-Kunden zusammengesetzt. Heute hat er einen Computerjob im Krankenhaus und arbeitet nebenbei als freier Journalist für einen Radiosender.

Der Nachkomme chinesischer Einwanderer ist zufrieden, dass er nicht mehr in der Maquila stehen muss. »Die Maquila frisst dich, heißt es hier in Juárez, denn Schichten von sechs Uhr morgens bis sechs Uhr abends sind nicht die Ausnahme. Außerdem ist die Arbeit am Band monoton, jeder ist austauschbar und es ist nicht leicht, mit den Kollegen richtig in Kon...

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