Der Sieger steht in Sri Lanka schon fest

14 Millionen Stimmberechtigte sind am Donnerstag zur Parlamentswahl aufgerufen

  • Von Henri Rudolph, Delhi
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Unter Notstandsgesetzen finden in Sri Lanka am heutigen Donnerstag Parlamentswahlen statt. Beste Siegchancen hat die von Staatspräsident Mahinda Rajapakse geführte Vereinte Volksfreiheitsallianz (UPFA).

Das Staatsoberhaupt hat erst im Januar zum zweiten Mal die Präsidentenwahl gewonnen. Seine Parteifreunde und Anhänger nehmen das als sicheres Indiz für einen überzeugenden Erfolg bei den Parlamentswahlen. Ziel der UPFA ist eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit. Die könnte genutzt werden, um dem Präsidenten mehr als zwei Amtszeiten zu ermöglichen. Damit erhielte Mahinda Rajapakse freie Bahn zur Machtausübung bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Die Opposition bewertet sein Regime als korrupt und wirft ihm Miss- und Vetternwirtschaft vor.

Oberflächlich betrachtet, haben die 14 Millionen Wahlberechtigten die freie, demokratische Wahl. 7620 Kandidaten von 36 politischen Parteien und 301 unabhängigen Gruppen bewerben sich um die 225 Abgeordnetensitze. Aussichten auf parlamentarische Vertretung haben freilich nur die UPFA und deren in zwei Lager gespaltenen Gegner. Altpräsident Ranil Wickremasinghe steht der Vereinten Nationalen Front vor. D...


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