Sängerwettstreit in Thüringen

Gera und Meiningen bringen gleichzeitig Richard Wagners »Tannhäuser« auf die Bühne

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Sage keiner, in Thüringen hätten sie keinen Sinn für das identitätsstiftende Potenzial von Hochkultur. Zur gegenwärtig eher zufällig (von Oslo bis Mailand) rollenden »Tannhäuser«-Welle tragen nämlich sowohl das Zweistädtehaus von Gera-Altenburg im Osten, als auch das Meininger Theater im Südwesten des Freistaates, der den Schauplatz des Sängerkrieges, nämlich die Wartburg, durchaus in seinem Wappen tragen könnte, ihren Teil bei. Und die Erfurter Variante liegt auch erst drei Jahre zurück.

Nun haben zum Glück weder Philipp Kochheim mit seiner in Heidelberg schon mal hochgelobten und jetzt für Gera reaktivierten, noch der Meininger Intendant Ansgar Haag mit einer neuen Produktion vordergründig auf irgendein Thüringen-Klischee gesetzt. Wobei sich Haag die Chance nicht entgehen lässt, auch die real existierende Wartburg ein paar Mal als verkaufsträchtigen Spielort zu nutzen. Außerdem kann Meiningen auf die für ein Haus seiner Größe in den ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.