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Kaufhalle auf Rädern

Den Dorfkonsum gibt es nicht mehr / Auf dem Land sind deshalb Verkaufswagen unterwegs

  • Von Michael Sagorny
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Anett Schwär bedient.

Der neun Meter lange Transporter wendet und fährt rückwärts vor eine Toreinfahrt in Karche Zaacko. Dann hupt er. Der Ort in der Niederlausitz hat 200 Einwohner. Die Entfernung zum nächsten Supermarkt beträgt sechs Kilometer. Nach kurzer Zeit kommt eine betagte Frau langsam durch das Tor. Bedächtig steigt sie die Treppen hinter einer Tür auf der Beifahrerseite des großen Wagens hinauf. Jetzt steht sie zwischen den mit Waren vollgepackten Regalen, ganz wie in einem Supermarkt direkt vor ihrer Haustür.

»Hallo Frau Dobert, wie geht es Ihnen? Was darf es denn diese Woche sein?«, wird sie freundlich von der Verkaufsfahrerin Anett Schwär begrüßt. Es ist der Beginn eines außergewöhnlichen Einkaufs in herzlicher Atmosphäre. Anett Schwär nimmt sich immer Zeit für ein Schwätzchen, obwohl ihr der Fahrplan im Nacken sitzt. »Im Supermarkt könnte ich nicht arbeiten«, sagt die 45-Jährige. »Da fertigt man den Kunden einfach ab. Hier ist es vertraut und...


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