Gut Wetter für Rinder

Neue Studie sieht Klimavorteil bei Viehweiden

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Debatte um die Klimaauswirkungen der Landwirtschaft geht in eine neue Runde. Eine vergangene Woche publizierte Studie von Wissenschaftlern aus Deutschland, China und Großbritannien kommt zu dem Schluss, dass beweidetes Grasland im Jahresschnitt weniger von dem Treibhausgas Distickstoffoxid (N2O = Lachgas) abgibt als unbeweidetes.

Von den wichtigen Treibhausgasen, die bei menschlicher Tätigkeit entstehen, sind zwei vor allem eine Spezialität der Landwirtschaft: Methan und Lachgas. Während ersteres von Wiederkäuern (insbesondere Rindern und Schafen) bei der Verdauung sowie von trockengelegten Feuchtgebieten bei der Zersetzung von Biomasse freigesetzt wird, kommt Lachgas vorrangig aus dem Boden. Da hierzu Stickstoffverbindungen vonnöten sind, ging man bisher davon aus, dass die Viehhaltung auf der Weide dort zur verstärkten Lachgasentstehung führt – entsprechende Kalkulationen flossen in die Berichte des Weltklimarats IPCC ein. Zumindest für die großen Steppen- und Präriegebiete mit Kontinentalklima ist diese Annahme nun widerlegt. Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) fanden bei Messungen in der Inneren Mongolei (China...

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